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Safety first! oder lieber Helfersyndrom?

Safety First!

Warum “Safety first!” so essentiell fürs seelische Überleben ist?

Das was im “technischen” Leben zutrifft, ist für das seelische/psychische Wohlbefinden genauso unentbehrlich, um letztendlich nicht am Bedürfnis eines anderen, den wir großzügig zu retten versuchen, unterzugehen. 

Die Krux an der Geschichte ist, dass beim Wunsch helfen zu wollen, unsere eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund geraten, unsere eigene Hilfsbedürftigkeit überspielt wird und die negativen Konsequenzen sich hieraus erst Jahre, wenn nicht Jahrzehnte danach auftauchen. Dann jedoch umso heftiger – mit Anpassungsstörungen, Panikattacken, Depressionen, Ängsten und Zwängen – im schlimmsten Fall mit Psychosen.

Weit verbreitet ist dieses sogenannte “Helfersyndrom” bei Berufen und Menschen, die viel mit Menschen und Helfen zu tun haben. Nicht umsonst sind die Suizid-Zahlen, Depressionen und Substanzmissbrauch bei Angehörigen gesundheitlicher Berufe wie Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Kranken & Altenpfleger so hoch.

Desweiteren sind Berufe und Situationen betroffen, die genau eins sollen: Vorbild sein! Hierzu gehören Lehrer, sonst. Pädagogen, Erzieher, Polizisten, Sicherheitsleute und vor allem ganz unbedacht ELTERN, FAMILIE & FREUNDE!

Der Ursprung

Letztendlich fällt auf, das Menschen/Kinder, die in einem familiären Umfeld aufwachsen, dass von Unsicherheit, Abwesenheit, Krankheit, Unbeholfenheit und zu großer Dominanz, sowie Übermutterung und “Affen”-Liebe geprägt sind, schnell dazu neigen ein Helfersyndrom zu entwickeln.

Warum? Es liegt an der Natur der Dinge – alles hat einen Gegenpol hat und das Leben sucht stets nach einem Gleichgewicht.

Diese Kinder schaffen unbewusst und unbeholfen den Ausgleich im “System”.  Sie erbringen das was fehlt, was die Erwachsenen nicht leisten, um wieder Balance in der Beziehung herzustellen. Sie entwickeln eine Stärke in Verhaltensweisen (die sie eigentlich vorgelebt bekommen müssen), um ihre Erwachsenen aus Gründen der Liebe zu retten oder ihren Anforderungen geliebt, anerkannt zu werden oder etwas Wert zu sein, genügen wollen.  

Was hilft? 

Ein kleiner Vergleich hilft hier besser zu verstehen und zu veranschaulichen:

Stell Dir vor, Du Sitzt im Flugzeug und liest (weil Du nichts besseres zu tun hast) die Verhaltensregeln für Notfälle, die sich als Karte mit Symbolbildern im Sitzfach vor Dir befinden. Wenn Du Dir nun das Bild vergegenwärtigst, was beim herabfallen der Sauerstoffmasken passieren MUSS, so wird das offensichtlich, was uns im täglichen Leben gerne und unbewusst entfällt.

Wer zieht sich die Sauerstoffmaske zuerst auf, selbst wenn er die Verantwortung für ein Baby im Arm trägt? Richtig! Der Erwachsene.

Und warum ist das so? Weil ein Hilfsbedürftiger langfristig nichts davon hat, wenn er alleine überlebt, und weil eine weitere Hilfeleistung somit unmöglich wird.   

Deswegen wird ein Erwachsener nicht zur “Rabenmutter/Rabenvater” seinem Baby gegenüber – ganz im Gegenteil – er nimmt die Verantwortung zu 100% auf sich und gibt sie nicht an den Hilfsbedürftigen ab. 

Ergo: Du musst erst selbst gut versorgt sein, um sinnvoll helfen zu können!  

 

Im Alltag begegnen uns diese Phänomene ganz nebenbei, ganz unbewusst.

Die betrogene Partnerin, die ihrer Freundin “Beziehzungs-Tipps in Sexual-Fragen” gibt, die Mutter, die ihren Kindern Fernsehn und Smartphone verbieten möchte und selbst stundenlang vor den Geräten sitzt, der Chirurg, der Patienten nur unter Schmerzmitteln oder Opiaten operiert, der Therapeut, der seine Klienten durch Situationen führt, die er selbst noch nie bewältigt hat, die Menschen, die nach ihren Handlungen behaupten “Ich wollte dir doch nur Gutes tun”.

Diesen Menschen ist nur eins zu sagen! “Bewältige erst deine eigenen Probleme, bevor Du anderen darin überhaupt helfen möchtest. Lerne dich zu versorgen, wirklich zuzuhören, wirklich verstehen und Empathie zu zeigen (sowohl dir selbst, als auch anderen gegenüber), bevor dein Ego, deine Bedürfnisse einen anderen Menschen seelisch eher zerstören, als aufzubauen, während Du glaubst “zu lieben, zu helfen oder gar etwas Gutes zu tun”. Denn das tut es nicht!

In diesem Sinne, wünsche ich Dir, hoffentlich einen neuen Impuls zu geben, darüber nachzudenken, wenn du das nächste Mal HELFEN willst. SAFETY FIRST!

Herzlichst, Dein 

Mati Ahmet Tuncöz© www.tuncoez.de

PS: Verschenke diesen Impuls einfach. Teilen ist ausdrücklich erwünscht!

 

Über den Autor:

Mein Name ist Mati Ahmet Tunçöz Seit über 10 Jahren, begleite ich andere Menschen in Umbruchsituationen, Veränderungs- und Krisenphasen, um wieder zu sich selbst zu finden. Mit meinen Coachings, Trainings, Ausbildungen und Psychotherapie, stehe ich ihnen zur Verfügung, wenn es darum geht, sich effektiv, nachhaltig und empathisch mit sich selbst und ihrem Leben ins Reine zu bringen. Was meine Klienten bei all ihren Unterschieden vereint, ist der unbändige Wille, ein Leben nach ihren Herzenswünschen zu führen. Meine Klienten kommen aus ganz Deutschland & Europa zu mir. Sie lassen sich bei zu großer Entfernung oder Zeitmangel für die Anfahrt, auch gerne über Skype-Videokonferenz oder direkt am Telefon von mir zu Themen der Lebens- Berufs- und Selbstfindung professionell coachen. Mehr Infos erhältst Du über https://www.tuncoez.de